Bürgerinitiative

            gegen die Erweiterung

                                            des Mackenheimer Steinbruchs

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Pressemitteilung 10 vom 10.02.2002

 

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                                                                                                        Mackenheim, den 10.02.2002

PRESSEMITTEILUNG  

 

Steinbruch-Erweiterung Mackenheim,
Stellungnahme zu der Pressemitteilung
der Bundestagsabgeordneten Christine Lambrecht
(OZ vom 09.02.2002, "Entscheidung nach sachlichen Argumenten treffen")

Mackenheim (BI). Auch die gebetsmühlenartige Wiederholung von populistischen Argumenten fördert in keiner Weise deren Wahrheitsgehalt.
Besonders die in der Veröffentlichung über den Besuch von Frau Lambrecht im Mackenheimer Steinbruch eingeforderte Sachlichkeit erfordert dringend einige Richtigstellungen zum Thema Steinbruch-Erweiterung.

 Die Aussage, es käme mit der Steinbruch-Erweiterung zu keiner Ausweitung der Abbaukapazität ist schlichtweg falsch. Richtig ist, dass der immer noch gültige Genehmigungsbescheid des Regierungspräsidiums die Abbaurate auf 350.000 t/a begrenzt. Richtig ist auch, dass die Betreiberin eine Erhöhung der Abbaukapazität auf 600.000 t/a anstrebt, also eine Ausweitung des Abbaus in Mackenheim um 71% mit allen damit verbundenen Konsequenzen für Natur und Bevölkerung.

 Die Verkehrszählungen und deren statistisch zu 1,5% verrechnetes Ergebnis mögen zwar die Besucher "beeindruckt" haben. Auch ein noch so kleingerechneter Prozentsatz relativiert sich jedoch, wenn diese 1,5% bedeuten, dass alle 3-4 Minuten ein 30-Tonnen-LKW, teilweise mit Anhänger, rumpelnd an den Häusern der betroffenen Anwohner vorbeidonnert. Auch wenn es zukünftig zu keiner höheren Verkehrsbelastung durch LKW aus dem Steinbruch käme, reicht die derzeitige Belästigung bei weitem aus, um, über Jahrzehnte fortgesetzt, zu Gesundheitsschäden bei den betroffenen Menschen zu führen.

 Die Aussage, es käme zu keiner Landschaftszerstörung ist absolut unrichtig, was von uns bereits mehrfach mittels zahlreicher Fotografien aus allen Richtungen Mackenheims mit Eintragung der geplanten Erweiterungsgebiete belegt wurde.

Das betroffene Gelände liegt im Landschaftsschutzgebiet in exponierter Lage und ist von mehreren Seiten der Ortsumgebung einsehbar und landschaftsbestimmend. Die geplante Erweiterungsfläche zielt in Richtung Wohngebiet, die Entfernung zu den Wohnhäusern würde sich auf 180 m – 450 m verringern.
Daneben stellt sich natürlich die Frage, ob eine Natur- und Landschaftszerstörung allein dadurch tolerierbar wäre, wenn man sie nicht von allen Seiten sehen kann!

 Das immer wieder vorgebrachte Argument der Arbeitsplätze steigert sich nun offensichtlich ins Bizarre. Aus 15 Arbeitsplätzen wurden dann 30, später 100, dann 120 und nun offensichtlich 150 Arbeitsplätze, wenn man die örtliche KFZ-Werkstatt noch hinzu zählt, weil dieser Betrieb die LKW repariert, die die Steine für den Steinbruch fahren. Wahrscheinlich können wir bald noch von weitaus größeren Zahlen lesen, wenn man auch noch die Metzger und Bäcker berücksichtigt, die Lebensmittel für die LKW-Fahrer und KFZ-Monteure herstellen.
Zurück zu den Tatsachen: Im Mackenheimer Steinbruch-Betrieb sind nach Aussagen der Betreiberin 15 Mitarbeiter beschäftigt.
Die immer wieder zitierten Fuhrbetriebe sind, soweit man Scheinselbstständigkeit ausschließt, keinesfalls allein vom Betrieb des Mackenheimer Steinbruchs abhängig. Sie betreiben natürlich, wie jeder andere Klein- und Mittelbetrieb, unternehmerisch Akquisition und Kundenpflege zu vielfältigen Auftraggebern.
Der Betrieb des Steinbruchs ist, nach Aussage der Betreiberin, allein über die derzeit noch genehmigten Abbauflächen über eine Zeit von weiteren 7-10 Jahren gesichert. Hierzu liegen protokollierte Aussagen der Betriebsleitung aus der Mackenheimer Bürgerinformation vor. Dazu kommt die Verarbeitung des über die nächsten 6-10 Jahre laufend noch aus dem Steinbruch Mengelbach angelieferten Gesteins. Dazu kommen schließlich dringend notwendige Rekultivierungsmaßnahmen der stillgelegten Flächen, die ebenfalls Arbeitskräfte über mehrere Jahre binden.
Somit sind die derzeitigen Arbeitsplätze im Steinbruch Mackenheim auch ohne Abweichung vom Raumordnungsplan noch über viele Jahre gesichert, über einen Zeitraum übrigens, für den kein Beschäftigter dieser Republik heute eine Arbeitsplatzgarantie besitzt. 

Im Übrigen ist durch die dargestellte Situation der Zeithorizont weithin ausreichend, um zusammen mit Unternehmensleitung, Gewerkschaften und Belegschaftsvertretern alternative Beschäftigungsmöglichkeiten mit Zukunftsperspektive zu entwickeln. So könnten z.B. im Bereich des Recyclings von Gestein kreative Beschäftigungsplanungen erfolgen, die einem Großunternehmen gut zu Gesicht stünden. Sicher auch ein Denkanstoß für eine zukunftsorientierte moderne Gewerkschaft.

 Die Bürgerinitiative hat seit ihrer Gründung in vielen Gesprächen und Veröffentlichungen immer offen und ehrlich ihre Ziele und Befürchtungen dargelegt und erläutert, worum es ihr geht, nämlich um die Verhinderung einer gigantischen Landschaftszerstörung und um den Erhalt von Natur-, Landschaftsschutz und Lebensqualität der Bürger aller betroffenen Ortsteile.

Das agierende Wirtschaftsunternehmen sollte, anstatt hilfsweise mit Arbeitsplatzverlust zu drohen, ebenso ehrlich seine Ziele offen darlegen. Die Ziele eines Wirtschaftsunternehmens sind eben nicht sozialer Art, sondern die Ziele sind einzig und allein die jährliche Steigerung von Umsatz und Gewinn. Es geht hier letztendlich um Geld, und zwar um sehr viel Geld.

Dies solten alle Beteiligte, auch die Rufer nach sachlicher Argumentation, endlich einfach begreifen.

   

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