Bürgerinitiative

            gegen die Erweiterung

                                            des Mackenheimer Steinbruchs

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Pressemitteilung 25 vom 16.01.2004

 

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                                                                                                        Mackenheim, den 16.01.2004

PRESSEMITTEILUNG  

Steinbruch-Erweiterung in Mackenheim
Erörterungstermin im Rahmen des Genehmigungsverfahrens,
Zweiter Tag der Erörterung

Mackenheim (BI). Der zweite Tag des Erörterungstermins im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für die Mackenheimer Steinbruch-Erweiterung begann mit einer Diskussion um den Schutz von Kulturgütern.
Die Sprecher der „Bürgerinitiative Steinbruch Stop“ (BiSS) trugen vor, dass im Ort mehrere Gebäude unter besonderem Denkmalschutz stünden und daher bezüglich der zulässigen Erschütterungswerte bei Sprengungen anders zu behandeln seinen, als normale Wohngebäude.
Als weiteres besonders schützenswertes Kulturgut wurde der Familienfriedhof in unmittelbarer Nachbarschaft zum Steinbruch angesprochen, der nach Aussage der BiSS durch die Erweiterung an einen Kraterrand befördert würde. Dies sei aus Gründen der gebotenen Totenruhe und Pietät nicht zumutbar. Die Antragstellerin PWS führte dazu aus, dass die betroffene Familie, gleichzeitig derzeitiger Besitzer des Erweiterungsgeländes, mit den beantragten Maßnahmen einverstanden seien.

Zum Thema Landschaftsschutz entspann sich dann eine ausführliche Erörterung zur objektiven und subjektiven Beurteilung einer Landschaftszerstörung. BiSS-Sprecher Ralf Eschmann trug vor, dass die bisher bereits vorhandene Landschaftszerstörung durch das bestehende Abbaugebiet von den Menschen nur deshalb akzeptiert wurde, weil in den vergangenen Jahren von allen Seiten immer wieder auf ein nahes Ende der Abbautätigkeit verwiesen wurde. Dies sei unter anderem offiziell dokumentiert in einer Erläuterung zum gültigen Flächennutzungsplan. Bei einer Verlängerung der Abbautätigkeit für weitere Jahrzehnte durch die beantragte Steinbruch-Erweiterung sei das Vertrauen der Menschen in die strategische Landschaftsplanung zerstört und die bisherige Toleranz nicht mehr zu erwarten.
Im übrigen, so Eschmann, sei eine Landschaftszerstörung auch eine Zerstörung, wenn sie hinter einem sogenannten Sichtschutz stattfinde.
Selbst nach Abschluss aller Renaturierungsmaßnahmen in einigen Jahrzehnten entstünde mit der Kraterlandschaft eine für diese Region absolut untypische Landschaftsform.

Reinhold Jöst vom Gasthof „Zum Grünen Baum“ in Mackenheim trug seine Sorge um die Zukunft seines Touristik-Unternehmens vor, da seine Gäste in vielen Diskussionen klar geäußert hätten, dass sie einen Erholungsurlaub in unmittelbarer Nähe eines Steinbruchs ablehnen würden. Die Gäste kämen teilweise seit vielen Jahren zur Erholung in naturbelassener ruhiger Umgebung und wollten nicht durch Lärm, Staub und Sprengungen aufgeschreckt werden.
Daraufhin ergab sich eine ausführliche Erörterung möglicher Schutzmaßnahmen gegen alle unerwünschten Immissionen durch Anpflanzung eines geeigneten Schutzwaldes. Dies entspricht auch einer lange gehegten Forderung der Mackenheimer Bürgerinitiative, die in ihren Einwendungen die Umwidmung der kompletten, ohnehin erforderlichen Ersatzaufforstungen
zu einem breiten funktionsfähigen Schutzwald-Gürtel um den Rand des Erweiterungsgebietes fordert.
Die Herren des Regierungspräsidiums und der Forstbehörde sagten eine detaillierte Prüfung dieser Maßnahme zu. Auch Bürgermeister Rolf Reinhard versprach, sich mit allen seinen Möglichkeiten für eine einvernehmliche Lösung zu einem solchen Immissions-Schutzwald einzusetzen, zumal eine solche Lösung nicht nur dem Gasthof sondern auch allen betroffenen Wohngebieten großen Nutzen bieten würde.

Große Unruhe unter den Anwesenden verbreitete dann das Thema Radioaktivität, das aufgrund eines Einwandes von Weiherer Bürgern, vorgetragen von Prof. Göpfert, erneut auf die Tagesordnung gesetzt wurde. In den Einwendungen der Mackenheimer BiSS werden hierzu Fachberichte aus den 70er Jahren zitiert, wonach im Mackenheimer Steinbruch radioaktives Material gefunden wurde. Solche strahlende Materialien, die bei der Steinverarbeitung als lungengängige Feinstäube freigesetzt würden, stellten ein hohes Risiko für die Gesundheit der Steinbruch-Arbeiter und der Anwohner dar. Zur Vermeidung dieser Gefahren werden von der BI geeignete Vorsorgemaßnahmen gefordert.
In der Diskussion berichtete PWS-Vorstand Peter Dickmeis von Messungen mit Geigerzählern, die vor einiger Zeit im Steinbruch stattfanden. Daraufhin schilderte eine Bürgerin aus Ober-Abtsteinach, dass auch in ihrem Haus, in dem Materialien aus dem Steinbruch verbaut seien, Strahlenmessungen von amtlicher Seite durchgeführt wurden.
Die Herren des RP sagten eine gewissenhafte Prüfung dieser Vorgänge und
eine Klärung der damit verbundenen Problematik im Rahmen ihrer
Begutachtung zu.

Zum Abschluss der Erörterung erklärte BiSS-Sprecher Eschmann erwartungsgemäß, dass die Beiträge im Rahmen der zweitägigen Erörterung nicht geeignet waren, die Bedenken der Einwender zu entkräften und dass alle Einwendungen in vollem Umfang aufrecht erhalten würden und im Rahmen der nun anstehenden Prüfung durch die Genehmigungsbehörde zu berücksichtigen seien.

  

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