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            gegen die Erweiterung

                                            des Mackenheimer Steinbruchs

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Pressemitteilung des BUND vom 29.01.2016

 

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                                                                  Mörlenbach, den 29.01.2016

BUND - PRESSEMITTEILUNG  

Porphyrwerke bekommen Hals nicht voll

Scharf kritisiert der BUND-Ortsverband Mörlenbach den erneuten Antrag der Porphyrwerke Weinheim-Schriesheim (PWS) auf Erweiterung des Steinbruchs in Mackenheim. „Nach nur rund 10 Jahren Gesteinsabbau ist der Umfang der letzten Genehmigung, der bei Einhaltung der jährlichen Abbaumengen 25 Jahre lang hätte ausreichen müssen, fast schon erreicht“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung.

BUND-Ortsbeauftragter Herwig Winter: „Eigentlich hatten die Menschen im Umfeld des Steinbruchs darauf gehofft, dass nun das Ende der dauernden Belastung durch Staub, Lärm und Erschütterung gekommen sei. Doch die PWS kriegen offenbar den Hals nicht voll.“ Die beantragte Erweiterung umfasst nach Darstellung des BUND Gesteinsvolumen von rund drei Millionen Tonnen. Damit würden „bei Beibehaltung der genehmigten Jahresproduktion von rund 600 000 Tonnen die Vorräte für weitere fünf Jahre reichen“. Der Naturschutzverband unterstellt, dass sich die PWS bis dahin einen Zugriff auf die bereits genehmigte Erweiterung des Steinbruchs in Richtung Vöckelsbach erhofft, die „derzeit immer noch durch Privateigentümer, die nicht verkaufswillig sind, verwehrt ist“.

Neben den Menschen in Mackenheim und Vöckelsbach hätten auch die Anwohner an der L 3120 in Weiher und an der B 38 in Mörlenbach - „die den Krach und den Staub der Steinbruch-Laster seit Jahrzehnten ertragen müssen“ - ein Anrecht auf Entlastung. Stattdessen würden sie zusätzlicher Belastung ausgesetzt sein, „denn die Kegel im Steinbruch sollen nach dem Abbau verfüllt werden“. Dies bedeute eine Zunahme an Lkw-Verkehr, „denn zu den Produkten, die vom Steinbruch abtransportiert werden, kommen die Abfallmaterialien, die zum Steinbruch hin transportiert werden“.

„Gefahr für Bachläufe“

Zusätzliche Gefahr bedeute das auch für die Bachläufe, die laut BUND durch vermehrten Eintrag von Schlämmen und gelösten Stoffen des aus den Abbaukegeln gepumpten Wassers bedroht seien. Herwig Winter: „Die Bachläufe im Umfeld des Steinbruchs genießen den strengen Schutz des europäischen Naturschutzrechts unter anderem deshalb, weil es hier eines der letzten Vorkommen des Steinkrebses in Hessen gibt.“

Die PWS, so Winter weiter, „können nicht alle 10 bis 15 Jahre kommen und die nächste Erweiterung durchsetzen“. Die Wunden, die der Steinbruchbetrieb in die Odenwaldlandschaft geschlagen hat, sollten endlich heilen können. Es wäre nach Auffassung des BUND fatal, wenn in Zukunft auch noch eine Ausdehnung des Steinbruchs in Richtung Vöckelsbach stattfinden würde: „Der Wald, der sich an dieser Stelle befindet, ist nicht zuletzt aus Gründen des Artenschutzes erhaltenswert, denn er beherbergt eine Reihe seltener Tierarten.“

Der BUND hofft deshalb darauf, „dass die Eigentümer, die den PWS eine Erweiterung in Richtung Vöckelsbach verwehren, sich weiterhin standhaft zeigen und das Gelände nicht verkaufen“.

Die Kommunalpolitiker in Mörlenbach fordert der BUND auf, „ihren Einfluss geltend zu machen, damit einer Erweiterung des Steinbruchs in Richtung Vöckelsbach schon jetzt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegengearbeitet wird“.

V.i.S.d.P.:      Herwig Winter, Ortsbeauftragter

   

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