Bürgerinitiative

            gegen die Erweiterung

                                            des Mackenheimer Steinbruchs

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Schriftverkehr mit dem Abtsteinacher Bürgermeister

 

 

Am 17.10. 2001 erschien in der Odenwälder Zeitung folgender Leserbrief des Herrn Eschmann aus Mackenheim:

 

 

Auf diesen relativ harmlos formulierten  Leserbrief antwortete Abtsteinachs Bürgermeister Rolf Reinhard am 19.10.2001 mit folgendem Schreiben, das er an alle Mitglieder des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung sowie an die Presse und wenig später gleichlautend an alle Haushalte im Abtsteinacher Ortsteil Mackenheim verteilen ließ:

 

Dieses Vorgehen erschien den Einwohnern Mackenheims als hochgradig unangemessen und überzogen.

Bei einigen kritischen Bürgern wurde dadurch die Neugier nach den offenbar noch verborgenen Hintergründen geweckt und sie machten sich auf die Suche ... !

 

 

Einige weitere repräsentative Beispiele für die Art und Weise, in der Abtsteinachs Bürgermeister Rolf Reinhard sich mit den berechtigten Bedenken seiner Ortsbürger auseinandersetzt:

 

 

 

 

Mit Schreiben vom 30.09.2005 an den Bürgermeister der Gemeinde Abtsteinach baten wir freundlich und in sachlichem Stil um Unterstützung bei der konsequenten Umsetzung der Genehmigungsvoraussetzungen:

Bürgerinitiative

        gegen die Erweiterung

                                            des Mackenheimer Steinbruchs

                                                                                                 Mackenheim, den 30.09.2005

An den Bürgermeister
der Gemeinde Abtsteinach
Herrn Rolf Reinhard
Rathaus
69518 Abtsteinach

  

Erweiterung des Amphibolit-Steinbruchs in Abtsteinach-Mackenheim,
Überwachung, Einhaltung von Genehmigungsvoraussetzungen

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

in der o.g. Sache wenden wir uns hiermit erneut vertrauensvoll an Sie, da wir befürchten müssen, dass sowohl die Interessen der betroffenen Bürger in der direkten Umgebung der nun genehmigten Steinbruch-Erweiterung in Mackenheim als auch die Belange von Natur- und Umweltschutz nicht ausreichend beachtet werden.
 

Im April dieses Jahres richteten wir ein Schreiben an das Regierungspräsidium Darmstadt mit dem Hinweis auf verschiedene erhebliche Abweichungen der realen Ausführung von Maßnahmen gegenüber den beschriebenen Bedingungen in den Antragsunterlagen nach BimSchG bzw. den Nebenbestimmungen des Genehmigungsbescheides vom 16.11.2004. 

Hauptsächlich handelt es sich dabei um die Anpflanzung der äußerst wichtigen Schutz-Aufforstungen, die gegenüber den Genehmigungsvoraussetzungen mit erheblich zu geringer Breite ausgeführt wurden.
Diese Schutzaufforstungen spielten, wie Sie wissen, in unseren Einwendungen und bei der Erörterung eine wesentliche Rolle.
Auch die Gemeinde Abtsteinach hat in ihren Bedingungen im Rahmen des Verfahrens auf einer Verbreiterung dieser Schutz-Aufforstungen bestanden.
 

Seit April haben wir nun in mehreren Schreiben und eMails wiederholt auf diese Tatsachen aufmerksam gemacht und um konsequente Einleitung von Korrekturmaßnahmen gebeten. 

Nun erreichte uns mit Datum vom 08.09.2005 ein Schreiben des RP, in dem auf einen Ortstermin aller beteiligten Behörden hingewiesen wurde, der zu keinerlei Beanstandungen geführt habe. 

Diese Aussage können wir keineswegs nachvollziehen, da die Verstöße gegen Genehmigungsvoraussetzungen vor Ort für jedermann offen sichtbar und selbst ohne Messmittel eindeutig feststellbar sind. 

Nachfolgend listen wir nun nochmals die entsprechenden Verstöße und die zugehörigen Quelltexte aus den Genehmigungsgrundlagen auf: 

1          Schutz-Aufforstungen: 

In den Antragsunterlagen, erstellt von Büro Eckebrecht, Kelkheim, Seite 19-13, war die Breite der Schutz-Aufforstungen im Osten / Südosten des Erweiterungsgebietes mit
30 m festgelegt. 

Aufgrund einer Bedingung der Gemeinde Abtsteinach im Rahmen des BImSch-Genehmigungsverfahrens muss diese Schutzaufforstung gegenüber den Werten der Planung um 10 m verbreitert werden.

Dies ist im Genehmigungsbescheid des RP vom 16.11.2004 unter III, 11.6 aufgenommen worden. 

Die Breite des neu zu schaffenden Waldstreifens im Osten / Südosten des Erweiterungsgebietes hat demnach mindestens 40 m zu betragen. 

Der real angepflanzte Streifen hat eine Breite von lediglich weniger als 28 m. 

Der Waldstreifen im Osten / Südosten des Erweiterungsgebietes ist um ca. 12 m auf mindestens 40 m zu verbreitern. 

2          Randbepflanzung: 

Aus den Antragsunterlagen, erstellt von Büro Eckebrecht, Kelkheim, Kap. 19.1.3, Seite 19-8 ff (Abfolge der Maßnahmen), ergibt sich unter Pkt. 3 eine erforderliche Breite des gesamten Randstreifens um die Erweiterungsfläche von 10 m. 

Der real angepflanzte Randstreifen im Westen gegen Vöckelsbach hat lediglich eine Breite von ca. 5 m. 

Die Randbepflanzung ist auf mindestens 10 m zu verbreitern. 

Wir bitten Sie nun um Ihre Unterstützung zur Einleitung von geeigneten Maßnahmen zur kosequenten Einhaltung der Genehmigungsbedingungen, die an dieser Stelle unverzichtbar zum Schutz der betroffenen Bevölkerung aufgestellt wurden. 

Für Ihre Bemühungen bedanken wir uns im Voraus. 

Mit freundlichen Grüßen 

Ralf Eschmann
für den BiSS-Sprecherausschuss

 

Auf dieses Schreiben erhielt die BiSS nach sieben Wochen von Bürgermeister Rolf Reinhard folgende bezeichnende Antwort:

Hier erübrigt sich jeglicher Kommentar zum Inhalt des Schreibens und zur Struktur des Verfassers.

Mit Schreiben vom 27.11.2005 wandte sich die BiSS an den Landrat des Kreises Bergstraße als Dienstvorgesetzten des Bürgermeisters und bat um Stellungnahme zu diesem unglaublichen Vorgang.

Die BiSS erhielt dazu folgende Antwort:

 

 

Ein Gast des Gasthofs „Zum Grünen Baum“ schrieb folgenden Brief
an Abtsteinachs Bürgermeister Rolf Reinhard
und an die Gemeindeverwaltung:

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Reinhard,
sehr geehrte Damen und Herren der Gemeindeverwaltung Abtsteinach,

dieser Tage weilten meine Frau und ich als Gäste in Ihrer Gemeinde. Unsere Wanderungen entlang goldblühender Löwenzahnwiesen, vorbei an Rinderweiden und Pferdekoppeln, blühenden Obstbäumen und über sattgrüne Hügel mit dem Blick auf die herrliche Odenwaldlandschaft waren ein einziger Genuss! Passend dazu der freundliche Service und die gute Unterkunft im Gasthaus "Zum Grünen Baum" in Mackenheim und das Vogelkonzert am frühen Morgen! 

Erschreckend aber und "wie die Faust aufs Auge" wirkte da die Information, dass Sie bzw. Ihre Gemeinde Teile dieser wunderschönen Landschaft dem Steinbruchabbau opfern wollen und werden.
Dies veranlasst mich zu schreiben, denn wir meinen, in einer Zeit, wo die Roten Listen immer länger werden und Raubbau der Natur bereits vielerorts unwiederbringlich schwere Schäden zugefügt hat, sollten Sie den Reichtum Ihrer Gemeinde, und das ist Ihre paradiesische Naturlandschaft, "mit Zähnen und Klauen" verteidigen!
 

Wir freuten uns über Ihre engagierten Bürger in Mackenheim!
Unsere Demokratie braucht Bürger, die mitdenken, nicht alles abnicken oder tatenlos zu- bzw. resigniert wegsehen, wenn etwas falsch läuft, sondern sich zu Wort melden, wenn nötig auch als Bürgerinitiative, die das verantwortliche Handeln ihrer Behörden kritisch begleiten und sich für ihre Heimat einsetzen.
 

Die Sorge der Bürger von Mackenheim um die Wohn- und Lebensqualität ihres Dorfes bei einer Ausweitung des Steinbruchareals können wir sehr wohl nachvollziehen.
Schon jetzt vernahmen wir beim Durchqueren eines Ortsteils mit neueren Wohnbauten einen endlosen Geräuschpegel wie fernen Autobahnlärm, was aber ganz offensichtlich Steinbruchgetöse war.

Wir denken, wer sich in Mackenheim ansiedelt oder dort sein Haus baut, sucht und schätzt die erholsame Ruhe und ländliche Idylle des Ortes und die intakte Naturlandschaft; wir waren uns einig: Wenn der Gesteinsabbau näher zur Siedlung rückte, würden wir dort nicht wohnen wollen. 

Um uns ein Bild zu machen, unternahmen wir einen kurzen Abstecher zum Steinbruch, hörten und sahen uns den Betrieb an und waren recht betroffen über den riesigen Krater im Tal und bei der Vorstellung, dass dieser noch um viele Hektar vergrößert werden wird. 

Die Stippvisite vor unserer Abreise in Ober-Abtsteinach (auch im Info-Raum Ihres Rathauses) hinterließ gemischte Gefühle, um nicht zu sagen ungute: Hier der wirklich schmucke Zentralort eines kunstsinnigen, tüchtigen, modernen Gemeinwesens, dort ein eingemeindetes Dorf und Tal, deren Bewohner, Lebensinteressen und Landschaft auf der Strecke bleiben, weil man auf ihre Kosten Kasse macht. - Schade! 

Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich Ihnen dies so ungeschminkt schreibe. Sicher denken und empfinden auch andere Gäste so ähnlich, die sich nicht zu Wort melden. Auch darum halte ich es für richtig, zu schreiben und Sie und Ihre Gemeinde zu ermutigen und aufzufordern: Der Erhalt der intakten Naturlandschaft von Abtsteinach sollte bei Entscheidungen Ihrer Naturparkgemeinde kompromisslos an erster Stelle stehen! Auch in den Teilorten, schon des Gemeindefriedens willen. 

Naturpark-Erholungslandschaft und großflächig-lärmende Steinbruchzerstörungen vertragen sich nicht!  

Mit freundlichen Grüßen

E.K.

 

Wir danken diesem Gast für seinen ehrlichen und mutigen Einsatz
im Sinne unserer Heimat.

 

 

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